Gefleckter Aronstab

Arum maculatum L.

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Erkennen!

Die Blätter des Aronstabs sind glänzend hellgrün, pfeilförmig und nur im Frühjahr sichtbar. Unverkennbar ist ebenfalls im Frühjahr der kolbenförmige Blütenstand, der von einem weißen Hüllblatt umgeben wird. Ganz unten am Kolben befinden sich weibliche Blüten, darüber männliche Blüten und darüber sterile Reusenblüten. Der Blütenstand blüht nur einen Tag. Aus dem Kolben entwickelt sich der Fruchtstand mit leuchtend roten Beeren. Vorsicht: Die Pflanze ist in allen Teilen giftig!

 

Wissenswertes!

Hüllblatt und Kolben bilden eine Kesselfalle für die bestäubenden Insekten:

  • Abends verströmt der Kolben einen Aas-artigen Geruch und lockt so kleine Fliegen und Mücken an. Diese rutschen am Hüllblatt herunter in den Kessel und bestäuben die weiblichen Blüten mit mitgebrachtem Blütenstaub. Die sterilen Reusenblüten dienen als "Verschluss" der Kesselfalle nach oben und halten die Insekten einstweilen im Kessel gefangen.
  • Anschließend reifen die männlichen Blüten und bepudern die Insekten mit Blütenstaub.
  • Am zweiten Abend sind Hochblatt und Reusenblüten soweit verwelkt, dass die Insekten den Kessel verlassen können - um vermutlich gleich in der nächsten Kesselfalle landen.

 

Weiterführende Links

Artinformation auf FloraWeb
Steckbrief auf Bayernflora.de

Arum maculatum (Gefleckter Aronstab)  - Foto: ©  B. Biel
Arum maculatum (Gefleckter Aronstab)  - Foto: ©  B. Biel

Arum maculatum (Gefleckter Aronstab)  - Foto: ©  B. Biel
Arum maculatum (Gefleckter Aronstab), Fruchtstand - Foto: ©  B. Biel